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11. Mai 2010 |
Die heutigen Anforderungen im Bereich Lagerverwaltung, Intralogistik und Supply Chain erfordern Warehouse Management Software (WMS) Systeme, die den Materialfluss effizient und transparent abbilden. Dabei ist eine schnelle und einfache Adaptierung eine Grundeigenschaft des WMS Systems, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Die sichere und zeitnahe Umsetzung in einem ausgewogenen Kosten / Nutzenverhältnis stellt dabei einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil dar. In einer zielorientierten Materialflusssteuerung müssen alle benötigten Ressourcen wie Lagerflächen, Ladungsträger, Personal, Stapler und Fördertechnik optimal kombiniert werden. Daraus resultieren erhebliche wirtschaftliche Vorteile und für die Aufträge eine deutlich verringerte Durchlaufzeit. In der COGLAS® Logistic Suite werden sämtliche Bestands- und Materialflussbewegungen über Transportaufträge geplant und ausgeführt. Dabei wird zwischen Warenbewegungs- (WBTA) und Materialflusstransportaufträgen (MFRTA) unterschieden. Die Wareneingänge werden mit variablen Strategien (dynamische Lagerung, auf Festplatz, Chargen - reine Lagerung, nach Sonderbestand, nach MHD, nur Euro Palette, nur KLT, nach Gewicht, nach Volumen, nach Zone, nach Merkmal etc.) auf Ziellagerplätze in einem Transportauftrag gebucht. Dabei wird auf dem Ziellagerplatz eine Reservierung erstellt. Für jeden Ziellagerplatz entsteht eine Warenbewegungstransportauftragsposition. Mehrere Transportauftragspositionen können danach nach einstellbaren Kriterien zur gemeinsamen Bearbeitung geclustert werden. Handelt es sich um ein „Ware zum Mensch" - System, können solche gruppierten TA Positionen an den COGLAS Materialflussrechner weitergeleitet werden. Dieser erstellt automatisch die MFR Transportaufträge für die benötigten Artikel und aktiviert diese zur Vorholung zum Materialflusspunkt in Abhängigkeit der freien Kapazität. Soweit die Fördertechnik das unterstützt, kann eine genaue Steuerung der angeforderten Lagereinheiten in vorgegebener Reihenfolge zum Materialflusspunkt erfolgen. Ansonsten werden diese in der Reihenfolge ihrer Verfügbarkeit bereitgestellt. Über die Zuweisung von Transportaufträgen an Bearbeiter wird der Materialfluss im System „Mensch zur Ware" gesteuert. Die Aktivierung der Transportaufträge an einen Mitarbeiter erfolgt durch automatische Zuweisung, durch Anmeldung an einen Materialflusspunkt (z. B. Kommissionierarbeitsplatz) oder durch die manuelle Selektion eines Mitarbeiters aus einem ihm vorgegebenen Transportauftragsvorrat. Die Vergabe von Prioritäten erlaubt es hierbei Eilaufträge vorzuziehen, um deren schnelle Bearbeitung zu gewährleisten.
Zur besseren Steuerung des Materialflusses besitzt die COGLAS® Logistic Suite den Vorteil, dass die Erstellung und Aktivierung eines Transportauftrages zeitlich voneinander getrennt erfolgen. Nach dem Zeitpunkt der Erstellung lassen sich Transportauftragspositionen kurz vor der Aktivierung dynamisch gruppieren, die Rangfolge entspricht der aktuellen Materialflusssituation und der Auslastung der einzelnen Lagerbereiche. Die Gruppierung erfolgt automatisiert durch voreingestellte Regeln oder durch manuelle User Entscheidung im Leitstand. Die gruppierten Transportauftragspositionen werden dann in der geplanten Reihenfolge abgearbeitet. In der Bearbeitung durch den User können Transportauftragspositionen gesplittet werden, wenn die zu kommissionierende Menge größer ist als die Transportkapazität. Der User entscheidet in diesem Fall, welche Menge des Transportbedarfes bei einem Transport mitgeführt wird und wiederholt dieses, bis der Transportbedarf komplett abgearbeitet ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um „Mensch zur Ware" oder „Ware zum Mensch"- Systeme handelt, die Transportauftragsbearbeitung kann für beide Materialflusssysteme auch miteinander kombiniert erfolgen. Durch diese Funktionalitäten lassen sich neben regulären Standardprozessen Techniken wie auftragsübergreifende Kommissionierung, parallele Kommissionierung, Doppelspiele bei der Ein- und Auslagerung, Auftragszuweisung durch Anmeldung an einem Materialflusspunkt und weitere kundenspezifische Varianten abbilden. Die Übersichten über den aktuellen Auftragsstatus und den Transportauftragsstatus im Lager lassen sich jederzeit im Auftrags- und Transportauftragsleitstand visualisieren. Der COGLAS Transportauftrag stellt einen Schlüsselfaktor in der flexiblen Abbildung, Durchführung und Steuerung eines effektiven, schnellen und wirtschaftlichen Materialflusses dar. Für jede anspruchsvolle Materialflusssituation ist eine optimale, flexible, leistungsfähige und maßgeschneiderte Lösung realisierbar. Die COGLAS® Logistic Suite hält darüber hinaus weitere erprobte Prozesse bereit, um die komplexen Anforderungen heutiger Logistiksysteme abzudecken und alle Ressourcen effizient zu kombinieren.
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12. April 2010 |
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Die Marktanforderungen zur Dienstleistungsabrechnung für Lagergeld und Value Added Services sind bei unseren Kunden hochgradig individuell. Unser Ziel ist es jede Abrechnungsform unserer Kunden innerhalb des COGLAS® Standards umzusetzen. Durch die Erweiterung ist dies jetzt umgesetzt.Die Leistungsabrechnung setzt sich aus den Komponenten Materialbewegung, Lagermiete und Dienstleistung zusammen. Im Bereich der Lagerbewegungsabrechnung können sowohl Mengen und Preisschwellen als auch die Unterscheidung, ob es sich um z.B. Wareneingänge, Kommissionierung oder Warenausgangsbuchungen gehandelt hat, berechnet werden. Bei der Lagermiete werden Verfahren wie z.B. gleitender Durchschnitt oder Monatshöchstwert angerechnet. Als Bewertungsgrundlage kann hier der Ladungsträger, z.B. Euro- oder Industriepaletten, oder der Artikel selbst herangezogen werden
Bei der logistischen Dienstleistung werden z.B. Fertigungsprozesse oder auch manuell erfasste Dienstleistungen wie Etiketten aufbringen, Paletten stretchen, QS Prüfung im Wareneingang, berechnet. Die Abrechnungsläufe können in einem frei definierbaren Zeitraum erfolgen.
Eine Datenschnittstelle zu Finanzbuchhaltungssystemen ermöglicht die Übergabe der offenen Posten.
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12. April 2010 |
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In heutigen Warehousemanagement Lösungen stellt ein effizient abgebildeter Materialfluss einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil dar. Die eingesetzten Ressourcen, wie Lagerflächen, Personal und Transportkapazitäten können so optimal eingesetzt werden. Daraus resultieren Kostenvorteile und eine verringerte Durchlaufzeit.
In der COGLAS® WMS Suite werden sämtliche Bestands- und Materialflussbewegungen über Transportaufträge geplant und ausgeführt. Dabei wird zwischen Warenbewegungs- und Materialflusstransportaufträgen unterschieden. Wareneingänge von Artikeln werden mit variablen Strategien (dynamische Lagerung, Zulagerung auf Festplatz im Kommissionierbereich, chargenreine Lagerung, nur LHM Europalette, nur KLT, nach Gewicht, nach Volumen) auf Ziellagerplätze in einem Transportauftrag gebucht. Dabei wird auf dem Ziellagerplatz eine Reservierung erstellt.
Für jeden Ziellagerplatz entsteht eine Warenbewegungstransportauftragsposition. Bei Systemen mit „Mensch zur Ware“ Prinzip können später mehrere Transportauftragspositionen nach einstellbaren Kriterien in der COGLAS TA Gruppierung zur gemeinsamen Bearbeitung geclustert werden.
Handelt es sich um ein „Ware zum Mensch“ System können solche gruppierten TA Positionen an einen Materialflussrechner weitergeleitet werden. Dieser erstellt automatisch die MFR Transportaufträge für die benötigten Lagereinheiten und aktiviert diese. Soweit die Fördertechnik das unterstützt, kann eine genaue Steuerung der angeforderten Lagereinheiten in vorgegebener Reihenfolge zum Materialflusspunkt erfolgen. Ansonsten werden diese in der Reihenfolge ihrer Verfügbarkeit angeliefert.
Über die Zuweisung von Transportaufträgen an Bearbeiter wird der Materialfluss gesteuert. Die Aktivierung der Transportaufträge an einen Mitarbeiter erfolgt durch automatische Zuweisung, durch Anmeldung an einen Materialflusspunkt (z. B. an einen Kommissionierarbeitsplatz) oder durch die manuelle Selektion eines Mitarbeiters aus einem ihm vorgegebenen Transportauftragsvorrat. Die Vergabe einer Priorität erlaubt es hierbei Eilaufträge vorzuziehen um deren schnelle Abarbeitung zu gewährleisten.
Zur besseren Steuerung und Zuteilung der Transportaufträge besitzt die COGLAS® WMS Suite den Vorteil, dass die Erstellung und Aktivierung eines Transportauftrages zeitlich voneinander getrennt erfolgen. Nach dem Zeitpunkt der Erstellung lassen sich Transportauftragspositionen kurz vor der Aktivierung dynamisch gruppieren mit einer Rangfolge entsprechend der aktuellen Materialflusssituation. Die Gruppierung erfolgt automatisiert durch voreingestellte Regeln oder durch manuelle User Entscheidung im Leitstand. Die gruppierten Transportauftragspositionen werden dann in der geplanten Reihenfolge abgearbeitet.
In der Bearbeitung durch den User können Transportauftragspositionen gesplittet werden, wenn die zu transportierende Menge größer ist als die Transportkapazität. Der User entscheidet in diesem Fall welche Menge des Transportbedarfes bei einem Transport mitgeführt wird und wiederholt dieses bis der Transportbedarf komplett abgearbeitet ist.
Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Mensch zur Ware oder Ware zum Mensch Systeme handelt, die Transportauftragsbearbeitung kann für beide Materialflusssysteme auch miteinander kombiniert erfolgen.
Durch diese Funktionalitäten lassen sich neben regulären Standardprozessen Techniken wie auftragsübergreifende Kommissionierung, parallele Kommissionierung, Doppelspiele bei der Ein- und Auslagerung, Auftragszuweisung durch Anmeldung an einem Materialflusspunkt und weitere kundenspezifische Varianten abbilden. Die Übersichten über den aktuellen Auftragsstatus und den Transportauftragsstatus im Lager lässt sich jederzeit im Auftrags- und Transportauftragsmanagement visualisieren.
Der COGLAS Transportauftrag stellt somit einen Schlüsselfaktor in der Abbildung, Durchführung und Steuerung eines effektiven und wirtschaftlichen Materialflusses dar.
Um für jede Materialflusssituation eine anspruchsvolle und maßgeschneiderte Abbildung zu bekommen, stellt das Konzept des Transportauftrags eine optimale, flexible und leistungsfähige Lösung bereit. Die COGLAS® WMS Suite hält darüber hinaus für Sie weitere erprobte Prozesse bereit, um die komplexen Anforderungen heutiger Logistiklösungen abzudecken und Ihre Ressourcen effizient einzusetzen. |
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07. April 2010 |
Der Trend in der Logistik geht zu Dienstleistern, die immer weitergehende Logistikleistungen anbieten. Die Kundenanforderungen hinsichtlich des abzudeckenden Distributionsgebietes steigen, deutschlandweite, europaweite oder sogar internationale Distributionsgebiete stellen keine Ausnahmen dar. Zudem fordert der Markt, dass diese Leistungen dem Kunden zu wirtschaftlich vertretbaren Preisen angeboten werden. Dieses lässt sich von kleinen und mittelständischen Logistikdienstleistern nur durch die Integration in ein Logistiknetzwerk realisieren.
Ein Logistiknetzwerk besteht aus einem Zusammenschluss von Hubs und Depots die in Form von Umschlagslagern betrieben werden. Das Ziel besteht darin, Waren so günstig wie möglich einzusammeln, diese über das Netzwerk an die Endkunden zu distribuieren und hierbei unter den Partnern Synergieeffekte zu generieren.
Die COGLAS® GmbH bietet hierzu eine passende Lösung an. Mit COGLAS® Transport und Delivery erhalten Sie die Möglichkeit ein Umschlagslager wirtschaftlich zu betrieben. Es bietet eine Schnittstelle die sich einfach in ein vorhandenes Netzwerk einbinden lässt.
Kunden des Lagerumschlagbetreibers können über das COGLAS WEB Portal eigenständig ihre Sendungen auszeichnen oder die Sendungen können bei Eingang durch den Dienstleister ausgezeichnet werden. Es besteht die Möglichkeit im COGLAS morgens eine Kapazität für die Vorholung der Sendungen am Nachmitag zu reservieren. Nach der Vorholung der Waren in das Umschlagslager wird der Wareneingang über eine Scannung online registriert und die Ware entsprechend der Vertourung in den Umschlagsausgangsbereich verbracht. Zwischenlagerungen von Sendungen oder andere Dienstleistungen wie Umverpacken können über das COGLAS TD abgebildet werden. Je nach Verfeinerung aller logistischen Standorte kann jederzeit Auskunft gegeben werden, wo sich welche Packstücke befinden.
Die Planung der einzelnen Touren erfolgt im Dispositionssystem welches an die COGLAS WMS Suite angebunden ist. Die Zusammenarbeit zwischen COGLAS Transport und Delivery und Dispositionssystem ist hierbei nahtlos. Sendungen aus dem Systemverkehr deren Ziel bekannt ist werden im Sendungseingang direkt auf die zum Weitertransport definierten Bereitstellflächen umgeschlagen. Natürlich besteht die Möglichkeit Sendungen eine andere Tour zuzuordnen. Sendungen die neu ins Logistiknetzwerk kommen können bereits aufgrund der PLZ vorvertourt sein. Auch hier kann der Leitstand bzw. das Dispositionssystem die Tour übersteuern. Die Bereitstellung der Sendungen erfolgt nach der Vertourung. Das aktuelle Sendungsaufkommen lässt sich im Dispositionssystem sowie im COGLAS Leitstand überschauen. Mit unserer Lösung können Sie Ihren Kunden eine schnelle und moderne Logistikleistung präsentieren. |
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01. April 2010 |
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Die HAAF Warehouse Logistics GmbH, Römerberg, als Logistikdienstleister mit einem umfassenden Angebot an professionellen Lagerlogistiklösungen, führt die COGLAS® WMS Suite ein. Das neue Warehouse Management System bildet alle logistischen Prozesse ab und realisiert die Anbindung von Mandanten- ERP- Systemen und zu einem Speditionssystem.
HAAF ist ein konzernunabhängiges kunden- und serviceorientiertes Speditions-, Lager- und Logistikunternehmen mit langjähriger Tradition. Die HAAF Warehouse Logistics GmbH und die HAAF Spedition GmbH& Co. KG bieten ihren Kunden ein umfassendes, aufeinander abgestimmtes Dienstleistungsangebot. Das Unternehmen betreibt 4 Lagerstandorte mit einer gesamten Freifläche von 15.000 m² sowie 10.000 m² Hallenfläche mit modernster Lagertechnik.
Mit dem COGLAS WMS werden nun alle Prozesse des Umschlags- und Distributionslagers abgebildet und gesteuert. Unterschiedliche Mandanten der HAAF Warehouse Logistics GmbH erfordern es, dass unterschiedliche Prozesse, wie die Vorholung der Ware zum Hub und die entsprechende optimierte Verteilung zum Kunden, reibungslos ablaufen. Alle Ladungsträger werden mit standardisierten NVE -Label ausgezeichnet und per Datenfunk Terminal vereinnahmt.
Das COGLAS Auftragsmanagement prüft die Verfügbarkeit der Waren und erstellt die Sendungen für das Speditionssystem. Danach übernimmt COGLAS die vorgegebenen Touren aus dem Speditionssystem zur Datenfunk gestützten Verladung. Der Versand von COGLAS erstellt die Lieferscheine und die Versandetiketten mit einer Trackingnummer zur Nachvollziehbarkeit.
Die COGLAS Lagergeldabrechnung erstellt die Abrechnung für die umfangreichen Service- und Lagerdienstleistungen für den jeweiligen Mandanten.
Für die HAAF Warehouse Logistics GmbH und seine Kunden ist dies ein wichtiger Schritt für die heutige Zusammenarbeit und für das zukünftige Wachstum.
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01. März 2010 |
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Aufgrund dynamischer Märkte, steigender Kundenanforderungen und immer höherem Kostendruck ist der Anspruch totaler Flexibilität in der Lagerlogistik entstanden. Steigende Servicegrade erhöhen aber auch die Logistikkosten. Zudem verlangt die Abbildung dieser Prozesse von einer Lagersteuerung, dass diese sich permanent der Situation anpasst. Damit einher geht der Wunsch der Anwender, dass immer mehr Abläufe im Lager automatisiert über einen Workflow in der Software ablaufen müssen. Unterstützende Eingriffe und Entscheidungen der Anwender sollen nur noch in Ausnahmefällen erfolgen. Dabei ist die Ausgangssituation der Unternehmen sehr unterschiedlich. Es variieren sowohl die vorhandenen Informationssysteme, die zur Verfügung stehende Lagerfläche, die eingesetzte Lagertechnik, der Grad der Automatisierung und die Abwicklung der Geschäftsprozesse im Lager. Diese Varianz führt zu Projektlaufzeiten von sechs Monaten und mehr. Da sich während dieser Zeit die Anforderungen weiter entwickeln, sind häufig sogar grundlegende Planungsparameter zu überdenken.
Chancen nutzen
Die erste Chance bei der Einführung einer Lagersteuerung besteht bereits darin, eine Standardlagersteuerung einzuführen und in den ersten sechs Monaten Erfahrung damit zu sammeln. Was für den Anwender anfangs problematisch scheint, stellt sich nach der Einführung meist ganz anders dar. So werden Schulungsmaßnahmen oft in einer Phase durchgeführt, in der die Philosophie des neuen Produktes noch nicht verinnerlicht wurde. Es ist somit für den Anwender sehr schwer, sich die Lösung seiner aktuellen Probleme mit der neuen Software vorzustellen. Als Leitsatz gilt: „Die Warenvereinnahmung und -einlagerung kann erst geplant werden, wenn die Auftragsstrukturen und somit die Vereinzelung im Warenausgang definiert sind". Auch sollte das Projektteam Erfahrung mit der Einführung von Software haben. So kann die stufenweise Einführung das Risiko einer gescheiterten ersten Inbetriebnahme bei einer „Big Bang"-Einführung reduzieren. Auch Erweiterungen der Lagerfläche beziehungsweise Änderungen in der Lagertechnik werden häufig dazu genutzt, parallel dazu eine neue Lagersteuerung einzuführen. Die vorherige Einführung einer Lagersteuerung kann sogar den Umzug ganzer Läger unterstützen und damit die Lieferfähigkeit sicherstellen, auch wenn Güter sich noch an zwei Standorten befinden. Nach der Entscheidung für eine Lagersteuerung sollte sich der Kunde eingehend mit der Produktphilosophie und den neuen Prozessen auseinandersetzen. Die Übertragung der Denkweise aus den alten Strukturen in die neue Welt geht einher mit intensiven Schulungen. Es ist eine klare Abgrenzung zwischen Funktionen und Prozessen auf den vorhandenen Softwaresystemen wie Businesssoftware, ERP oder Warenwirtschaftssoftware und der Lagersteuerungssoftware zu definieren. Wer macht was und wo ist welche Entscheidung sinnvoll? Bei diesem Design spielen auch Schnittstellen und die Laufzeiten der Datenkommunikation zwischen den Systemen eine entscheidende Rolle. Klar abzugrenzen ist auch, welche Lagerprozesse sind Kernprozesse und müssen zu 100 Prozent abgebildet sein und welche können durch manuelle Eingriffe der Mitarbeiter den bestehenden Leistungsumfang der Lagersteuerungssoftware ergänzen, ohne dabei individuelle Programmierung zu verwenden. Mit der Einführung der Lagerverwaltungssoftware kann die feste Lagerorganisationsstruktur auf eine adaptive, variable Struktur umgestellt werden. Dieses ist ein Muss in Lagersteuerungen, wo in Spitzenzeiten kurzfristig Lagerbelegungen von 100 Prozent und mehr entstehen. Aus jeder Softwareeinführung ergibt sich eine Veränderung der Aufgaben und Arbeitsplatzanforderungen für Mitarbeiter. Beispielsweise werden Lieferanten Lieferscheine künftig nicht mehr im Wareneingangsbüro erfasst, sondern direkt in der Warenannahme über mobile Wareneingangswagen. Die Einführung der beleglosen Abwicklung stellt eine große Herausforderung dar. Das Fehlen handschriftlicher Notizen führt häufig zu Textfeldern in der Software, die dann auf mobilen Endgeräten angezeigt werden müssen. Die langfristige Lösung kann nur ein adäquates Datenmodell mit entsprechenden vorgegebenden Katalogfeldern liefern, um den Prozess richtig auszuführen und den Mitarbeiter mit der entsprechend standardisierten Anweisung zu versorgen. Der Übergang ist für die Mitarbeiter oft ein Kulturschock. Das Tagesgeschäft lief bislang schließlich auch so und alle Mitarbeiter waren ohnehin hoch motiviert. Nun werden diese Freiheitsgrade eingeschränkt. Deshalb ist eine intensive Erläuterung der neuen Philosophie eine große Hilfe. Häufig muss man erklären, dass die Grundlage der Einführung nicht unzureichende Leistungen waren sondern die Anforderung nach Transparenz in den Prozessen und das innerbetriebliche „Track und Trace" über Aufträge und Material. Die übergreifende Abstimmung aller Logistikprozesse zwischen den Abteilungen im Unternehmen sowohl für Inbound- als auch für Outbound-Vorgänge ist eine weitere wichtige Projektaufgabe. Was aus Sicht der Lagerlogistik sinnvoll ist, kann aus der Vertriebsperspektive und der Unternehmensphilosophie ganz anders bewertet werden. Ein Beispiel ist die Stornierung von Aufträgen durch den Endkunden und das dazugehörige Retouren-Management. Alle definierten Lagersteuerungsprozesse müssen auf ihre Auswirkungen hin mit den Abteilungen Vertrieb, Einkauf und Kundenservice abgeglichen werden.
Kosten der Einführung
Heutige Verträge zwischen dem Lagersteuerungskunden und dem Softwarelieferanten werden sehr häufig als Festpreis verhandelt. In diesem Festpreis sind alle Lizenzen für User und Software sowie die vereinbarten Dienstleistungen enthalten. Die Kosten für die Erstellung eines gemeinsamen Pflichtenheftes sind sowohl in diesem Festpreis enthalten, als auch bereits vorher getrennt beauftragt worden. Aufgrund der langfristigen Bindung an einen Softwarepartner ist der Einsatz einer releasefähigen Lagersteuerungssoftware unabdingbar. Sie sichert die Investition ab und garantiert an der Weiterentwicklung des Produktes zu partizipieren. Die Kosten dafür sollten in getrennten Verträgen für Softwareweiterentwicklung (die heute häufig als Wartung bezeichnet wird) und Projektsupport mit Produktanwendungsberatung (First und/oder Second Level)verhandelt werden. Die Einführung einer Lagersteuerung erfordert Zeit und Personalressourcen auf Seiten des Kunden. Auf der Basis des Zitates von Benjamin Franklin "Tell me and I forget, teach me and I may remember, involve me and I learn" sollten intensive Schulungen angesetzt werden.
Autor
Dipl. Ing. (FH) Hans-Jörg Wildhagen(51), seit 1983 geschäftsführender Gesellschafter und Gründer des Softwareanbieters COGLAS® GmbH Logistic Solutions in Wunstorf. |
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